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Griechenland lehnt zusäzliche Sparauflagen ab

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Die griechische Regierung sträubt sich gegen zusätzliche Sparauflagen ihrer Kreditgeber. Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos forderte die Geldgeber - insbesondere den Internationalen Währungsfonds (IWF) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble - am Dienstag dazu auf, realistischere Vorgaben zu machen. Dann sei auch bis zum 20. Februar eine Einigung bei der Bewertung der Reformfortschritte in Griechenland möglich. "Die Vereinbarung, die wir aushandeln, enthält auch nicht einen einzigen Euro an neuen Sparmaßnahmen", versprach Tzanakopoulos. In Kreisen der Geldgeber und der griechischen Opposition ist man aber skeptisch, ob eine so rasche Einigung mit den Gläubigern gelingen wird. Die griechische Wirtschaft steckte lange in einer Rezession fest, die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie sonst in keinem anderen Land der Euro-Zone. Zuletzt gab es unterschiedliche Signale. Die EU-Kommission traut dem schuldengeplagten Land zu, bald wieder auf einen deutlichen Wachstumsk...

Rettungsfonds gibt grünes Licht für weitere Milliarden an Griechenland

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Griechenland erhält vom Euro-Rettungsfonds ESM weitere Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 2,8 Milliarden Euro. Das ESM-Direktorium habe den Weg für die Auszahlung frei gemacht, teilte der Fonds am Dienstag mit. Dies zeige, dass Griechenland mit den Reformen stetig weiterkomme, erklärte ESM-Chef Klaus Regling. Die Regierung habe bei der Rentenreform, im Banken- sowie im Energiesektor und bei der Steuererhebung wichtige Fortschritte erzielt. Zudem seien weitere Schritte unternommen worden, um den neuen Privatisierungsfonds einsatzbereit zu machen. Eigentlich sollte bereits im September der Weg frei gemacht werden für die Auszahlung der Gelder. Doch die Euro-Finanzminister hatten auf ihrem Treffen in Luxemburg nach der Überprüfung von Reformauflagen lediglich grünes Licht für 1,1 Milliarden Euro gegeben. Die Freigabe der restlichen 1,7 Milliarden Euro aus der Tranche knüpften sie daran, dass die griechische Regierung noch weitere Angaben zur Begleichung von Zahlungsrückstä...

Schuldenkrise: Griechenland fordert Erleichterungen

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Für den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras wären Schuldenerleichterungen ein Erfolg, mit dem er innenpolitisch punkten könnte. Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos mahnt die Kreditgeber, schnell über Schuldenerleichterungen für sein Land zu entscheiden. Wenn es bis zum Jahresende keine Entscheidung gebe, drohten „unserer Regierung und unserem Land ernste Konsequenzen“, warnte Tsakalotos, ohne die Folgen näher zu erläutern. Nachdem Premier Alexis Tsipras in den vergangenen Tagen bereits mehrfach Schuldenerleichterungen noch in diesem Jahr gefordert hatte, macht nun auch Tsakalotos Druck.  In Athen hält man den Zeitpunkt offenbar für günstig, weil auch der Internationale Währungsfonds (IWF) das Thema Schuldenerleichterungen auf die Tagesordnung gebracht hat. Bis zum Jahresende soll der Fonds über seine künftige Beteiligung an Kredithilfen für Griechenland entscheiden. So ist es mit den europäischen Gläubigern vereinbart. Der IWF macht seine Beteiligu...

In Griechenland klafft ein Steuer-Loch

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Die Rechnung geht nicht auf, wieder einmal: Im krisengeschüttelten Griechenland bleiben die Steuereinnahmen trotz erhöhter Sätze sowie die Privatisierungserlöse hinter den Vorgaben zurück. Die griechische Regierung unter dem linken Premier Alexis Tsipras hatte erst im Frühjahr den Höchstsatz der Mehrwertsteuer von 23 auf 24 Prozent erhöht. Davon betroffen sind rund 60 Prozent aller Waren und Dienstleistungen, die in Griechenland angeboten werden. Zudem stiegen die indirekten Steuern unter anderem auf Benzin, Diesel, Bier, Kaffee, Zigaretten, Hotelübernachtungen, Festnetz-Internet sowie Pay-TV. So sollten die Steuereinnahmen endlich steigen. Die am Freitag nun offiziell veröffentlichten Daten zeigen: Die Rechnung geht nicht auf. Die Staatseinnahmen lagen in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres mit fast 28 Mrd. Euro um 640 Mio. Euro und damit 2,2 Prozent hinter der Zielvorgabe zurück. Trotz der Hochsaison im Urlaubsland Hellas verlief besonders der Juli an der hellenis...

Berg der Steuerschulden wächst

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Unaufhörlich steigen die Steuerschulden im ewigen Euro-Sorgenland: Offiziellen Angaben zufolge kletterte die Summe der Steuerschulden in Griechenland Ende Juni auf 89,83 Mrd. Euro. Dies ist eine neue Rekordmarke. Wie hoch die Steuerschulden in Griechenland mittlerweile sind, zeigt ein Blick auf die jährliche Wirtschaftsleistung. Sie betrug im Vorjahr 176 Mrd. Euro. Heuer rechnen Experten mit einem Rückgang des griechischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf rund 175 Mrd. Euro. Somit liegen die Steuerschulden der Griechen gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung bereits bei 51 Prozent – Tendenz stark steigend. Allein im Juni 2016 wuchsen die Steuerschulden der Griechen um weitere 1,2 Mrd. an. Seit Anfang dieses Jahres haben sie sich um 6,8 Mrd. Euro erhöht. Zum Vergleich: Ende 2009 – und damit vor dem Ausbruch der Krise – beliefen sich die Steuerschulden von natürlichen und juristischen Personen in Hellas noch auf 33,5 Mrd. Euro. Dies entsprach lediglich rund 15 Prozent der damaligen...

IWF gibt bei Griechenland-Schulden etwas nach

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Seit Langem ist es die scheinbar unverrückbare Position des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass man sich nur bei Schuldenerleichterungen für Griechenland weiter an Hilfen für das gebeutelte Euro-Land beteiligen will. Jetzt sieht es so aus, als habe sich der Fonds durchgesetzt. In Wahrheit handelt es sich aber nur um einen wachsweichen Kompromiss, mit dem sich vor allem die EU rund zwei Jahre Zeit erkauft. Ein Schuldenschnitt für Griechenland, also der Verzicht auf die Rückzahlung bestimmter Summen, hat in der Eurogruppe keine Mehrheit. Der IWF gibt sich aber auch mit Schuldenerleichterungen zufrieden: längere Laufzeiten für Kredite, günstigere Zinsen und ähnliches, das sich ebenfalls auf einen Milliardenbetrag summieren kann. Das hat die Eurogruppe dem Fonds in der Nacht nun zugesagt. Kleiner Haken: Konkret soll darüber erst 2018 entschieden werden - und dann kann die Welt schon wieder ganz anders aussehen. Und es ist derzeit auch noch nicht ganz sicher, dass der I...

Griechenland wackelt wieder

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Grund zur Sorge bietet die wacklige Weltwirtschaft genug. Doch wieder einmal drängte sich das Thema Griechenland auf die – inoffizielle – Tagesordnung der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. „Es ist entscheidend, dass wir das Griechenland-Problem jetzt lösen“, betonte der französische Finanzminister Michel Sapin. „Sonst werden wir uns immer am Rand des Abgrunds befinden.“ Doch bevor an diesem Montag die Verhandlungen mit Athen über die Auszahlung der nächsten Hilfsgelder weitergehen, prallten in der US-Hauptstadt die die unterschiedlichen Vorstellungen aufeinander. Deutlich wurde, dass nicht nur die Geldgeber mit der griechischen Regierung ringen. Auch untereinander sind sie tief zerstritten. Vor allem die Forderung des IWF nach einem Schuldenschnitt treibt die Gläubiger auseinander. Der IWF fordert diesen Verzicht auf einen Teil der Forderungen an Griechenland, weil das Land mehr an Einsparungen und Kürzungen nicht leisten könne. Al...

Griechenland - Und täglich grüßt die Krise

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Der Schuldenstreit mit Athen erinnert an eine Dauerschleife: Das Land verschleppt Reformen, Gläubiger reagieren unnachgiebig. Europa steht ein heißer Sommer bevor. Am Donnerstag trifft sich die Welt in Washington, zumindest ein Teil von ihr. Dort findet das jährliche Frühjahrstreffen von Internationalem Währungsfonds (IWF), G 20 und Weltbank statt. Politiker und Ökonomen werden über die Weltwirtschaft diskutieren, niedrige Zinsen, erhofftes Wachstum, geopolitische Krisen. Große Themen. Am Rande des Treffens wird ein kleiner europäischer Staat die Gespräche beherrschen: Griechenland. Der IWF hat ein entscheidendes Wort mitzureden, wie die dramatischen Probleme dort gelöst werden können. Wie schlecht die Lage ist, lässt sich aus dem Galgenhumor hochrangiger Beamter der Bundesregierung ablesen, den diese zwei Tage vor Beginn der Gespräche in Washington durchschimmern lassen. Seit dem Treffen der G 20 am 3. November 2011 in Cannes sei am Rande jedes großen Treffens "über dies...

Es geht wieder los

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Griechenland braucht bis zum Sommer Geld. Währungsfonds, EZB und Weltbank nehmen die Reformen unter die Lupe. Die Bundeskanzlerin lehnt einen Schuldenschnitt erneut ab. Alexis Tsipras nennt es die „unrealistischen, zusätzlichen Forderungen“. Christine Lagarde spricht von einem „kohärenten Programm“, das noch nicht auf dem Tisch liegt. Griechenlands linker Ministerpräsident verlangt den sofortigen Abschluss der laufenden Kreditgespräche, die IWF-Direktorin aber diagnostiziert kühl: „Wir sind immer noch ein gutes Stück davon entfernt.“ Bei einem Spitzentreffen am Dienstag sprach Lagarde auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Lage in Griechenland. Merkel lehnte erneut einen Schuldenschnitt für Griechenland ab. Dieser sei innerhalb des Euro-Raums rechtlich nicht möglich, sagte die Kanzlerin. Griechenland müsse seine zugesagten Reformen umsetzen, forderte sie. "Ich glaube, wir sind auf einem vernünftigen Weg, aber wir sind noch nicht am Ziel." Das ohnehin ger...

Greece: Due to Unpaid Bills 100,000 Households Will Remain without Electricity

One hundred thousand households in Greece will remain without electricity because of unpaid bills, the Greek media reported. The request was issued by the National Company for providing electricity, the "Ta Nea" informed. A representative of the company, for the Mega TV said that it is for the people with unpaid bills that are not poor and that could pay their debt. The company said that "hunting" of debtors will continue because the Greeks owe about EUR 2.1 million for unpaid bills.

Griechenland: 2,5 MRD Euro Stromschulden – Versorger schaltet bald erste 50.000 Kunden ab!

In Griechenland wird der staatliche Stromversorger in Kürze damit beginnen in einem ersten Schritt 50.000 Stromkunden den Saft abzudrehen. Die Außenstände belaufen sich insg. auf 2,5 Milliarden Euro. Betroffen werden vor allem Firmenkunden sein. Eine Katastrophe für die (vorhandene?) Konjunkturerholung. Es gibt einen handfesten Grund, warum die Höhe der Stromrechnungen in den letzten Jahren explodierte… Griechenlands staatlicher Stromversorger PPC hat Außenstände bei Stromkunden von insg. 2,5 Milliarden Euro, 1,8 Milliarden davon bei gewerblichen Kunden. Schulden haben insg. 2,1 Mio Stromkunden in Griechenland. Wenn man das umlegt auf die Gesamtsumme, wären das rein rechnerisch 1.190 Euro Schulden pro Stromkunde, aber bei 1,8 von 2,5 Milliarden Schulden durch gewerbliche Kunden dürften die Privatkunden natürlich deutlich kleinere Summen offen haben. In einem ersten Schritt will PPC demnächst 50.000 Stromkunden den Saft abdrehen nach vorheriger Mahnung, so berichtete es vor Kur...

Griechenland: Sozialkassen schaffen parallele Staatsverschuldung

FMW-Redatkion Die Sozialkassen in Griechenland schaffen derzeit eine Art parallele Staatsverschuldung. Da die annehmen, dass ihre Löcher aus den jetzt fließenden 86 Milliarden Euro vom 3. Hilfspaket nicht gestopft werden, haben sie angefangen in Eigenregie Kredite aufzunehmen. Da sie Rentenfonds, Krankenkassen etc staatliche Einrichtungen sind, erhöht sich damit per Saldo die Staatsschuldenlast Griechenlands noch weiter, auch wenn der Staat Griechenland kaum darum bemüht sein dürfte diese Extra-Schulden in seine eigenen Schulden einzurechnen. Aber Schulden sind Schulden. Wie die angesehene griechische Zeitung „Ekathimerini“ berichtet, hat das „Social Insurance Institute“ im August ein kurzfristiges Darlehen (wird wohl eine Dauerumschuldung) über 110 Mio Euro aufgenommen. 70 Mio davon gab man an seinen öffentlichen Versicherungsfonds weiter, 40 Mio davon an seinen kommunalen Versicherungsfonds. Auch schieben das „Social Insurance Institute“ und der „Generational Solidarity ...

Griechenland benötigt noch mehr Geld als bisher geplant

Das hochverschuldete Griechenland benötigt laut einem Zeitungsbericht wesentlich mehr Finanzhilfen als bisher bekannt. Demnach gehen die internationalen Geldgeber nun von einer Gesamtsumme von 92 Milliarden Euro aus.  Vor der Bundestagsabstimmung über ein drittes Hilfspaket für Athen am Mittwoch wird nun bekannt, dass Griechenland noch mehr Finanzhilfen benötigt als bisher bekannt. Der Finanzbedarf sei um weitere 6,2 Milliarden Euro gewachsen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag. Das zeige der Beschlussantrag des Bundesfinanzministeriums. Demnach gehen die internationalen Geldgeber nun von einer Gesamtsumme von etwa 92 Milliarden Euro aus. Das übersteigt deutlich den Betrag von bis zu 86 Milliarden Euro, der in der Erklärung des Euro-Sondergipfels vom 12. Juli genannt worden war. In der Beschlussfassung heißt es laut "SZ", dass eine Verringerung des Finanzbedarfs durch "höhere Einnahmen aus Privatisierungen" geprüft werden solle. Die ...

Gläubiger setzen Athen die Pistole auf die Brust

Die Geldgeber machen Athen ein letztes Angebot. Da die Verhandlungen ins Stocken geraten sind, haben die Chefs der Ex-"Troika" in der Nacht über ein "Kompromisspaket" beraten. Die griechische Regierung war dabei offenbar außen vor. Die Spitzen von Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission loteten am späten Montagabend in Berlin nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein mögliches Kompromisspaket aus, das der griechischen Regierung vorgelegt werden könnte. Ob damit eine Einigung mit Athen erzielt werden kann, blieb in der Nacht zu Dienstag zunächst offen. Als erstes hatte die "Welt" über das Nachttreffen berichtet. "Es geht um ein allerletztes Angebot der Geldgeber", verlautete aus Verhandlungskreisen. Grundlage sei das bestehende Hilfsprogramm aus dem Jahr 2012, das bis Ende Juni verlängert wurde. Es lägen nochmals alle Vorschläge auf dem Tisch. Die Zeit für eine Einigung wird immer kn...

Athen kratzt letzte Mittel zusammen

Griechenlands Regierung verfällt in Aktionismus. Die Bürger flüchten schon in Spott und Galgenhumor. Griechenland steht finanziell am Rande des Abgrunds. Stürzt das Land ab in den Staatsbankrott? Bis zum 5. Juni muss Athen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Schuldentranche von etwa 300 Millionen Euro begleichen. Aber niemand weiß, woher der Staat das Geld nehmen soll – denn die Kassen sind praktisch leer. In ihrer Not kratzt die Regierung von Alexis Tsipras die letzten Mittel zusammen. Sie forderte staatliche Betriebe und öffentliche Institutionen auf, Geldreserven an die Zentralbank zu überweisen. Betroffen sind mehr als 1000 Einrichtungen wie Museen, archäologische Stätten oder TÜV-Stellen. „Es geht sogar um Beträge unter 100 Euro, die staatliche Unternehmen irgendwo vergessen haben“, sagte ein Mitarbeiter einer griechischen Bank. Finanzminister Gianis Varoufakis will zudem Inhaber von Schwarzgeldkonten mit einem Strafnachlass locken. Unversteuerte Gelder im Ausland...

Wie Bayern den Griechen einst Geld lieh...

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...und nach einem Schuldenschnitt davon sogar etwas wieder sah. Eine historische Episode erzählt viel über levantinisch-deutsche Finanzverhältnisse. Griechenland. Immer wieder Griechenland. Ob beim Gipfel der Finanzminister an diesem Wochenende in Riga, beim Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel, bei Vier-Augen-Gesprächen in Berlin oder in Moskau – immer wieder geht es um die Pleite-Republik der Hellenen. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass die Diskussion nicht nur nicht neu, sondern in Wahrheit ziemlich alt ist. Und in einer Region seit nun bald 200 Jahren besonders intensiv geführt wurde: in Bayern. Es war Ludwig I., der dem Land der Helden, Götter und Antike Geld geliehen hatte, das er zeitlebens nicht wiedersah. Niemand kennt seither das Gefühl, Gläubiger Griechenlands zu sein, so gut wie ausgerechnet die Vorfahren des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofers. Vielleicht liegt darin der Grund, weshalb Seehofer einen gewissen Langmut gegenüber G...

Drei Viertel lehnen Entschädigung Griechenlands ab

Mehr als drei Viertel der Deutschen sprechen sich einer Umfrage zufolge gegen Entschädigungszahlungen an Griechenland für Verbrechen der Nationalsozialisten aus. 78 Prozent der Befragten sind gegen Reparationen, 15 Prozent befürworten diese. Das geht aus dem ZDF-„Politbarometer“ hervor. Der Rest ist in der Frage unentschlossen. Im Zweiten Weltkrieg hatte die SS schlimme Massaker auch in Griechenland verübt, zum Beispiel im Juni 1944 im Ort Distomo. Im einzigen Entschädigungsabkommen mit Griechenland wurde vor 55 Jahren eine Zahlung von 115 Millionen Mark vereinbart. Forderungen nach weiteren Leistungen weist die Bundesregierung zurück. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland bezeichnen der Umfrage zufolge ein Drittel als gut und fast zwei Drittel als schlecht. Lediglich ein Fünftel erwartet, dass sich das Verhältnis bessern wird. Zugleich sprachen sich nur noch 45 Prozent für den Austritt Griechenlands aus der Eurozone aus. Vor zwei Wochen lagen die „Grexit“-...

Ende 2014: Griechenland hatte Staatsschulden in Höhe von 318 Milliarden

Griechenland hatte Ende des Jahres 2014 Staatsschulden in Höhe von 318 Milliarden Euro. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung (18/4169) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (18/3971) hervorgeht, hielten private Investoren 37 Milliarden Euro Anleihen inklusive kurzlaufender Schatzanweisungen („T-Bills"). Das Eurosystem und nationale Zentralbanken hielten Anleihen in Höhe von rund 27 Milliarden Euro, und die bilateralen Kredite aus dem ersten Anpassungsprogramm betrugen rund 53 Milliarden Euro. Die Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität EFSF hielt griechische Anleihen für rund 142 Milliarden Euro und vom Internationalen Währungsfonds (IWF) wurden rund 23 Milliarden Euro gehalten. 21 Milliarden Euro hielten übrige Gläubiger. Wie die Bundesregierung weiter mitteilt, muss Griechenland an den IWF in diesem Jahr 8,71 Milliarden Euro Tilgungen leisten und an das Eurosystem 6,68 Milliarden Euro. Die Zinsen seien variabel, so dass die Höhe der Zinszahlungen noch nicht bez...

Greece May have just Killed Empire's Death Star of Debt

The Greek Elites and kleptocrats are terrified of the discipline that leaving the euro will impose, but the general public should welcome the transition to an economy and society that has been freed from the shackles of Imperial debt and the kleptocracy that has bled the nation dry. Although the financial media is blathering about negotiations and gamesmanship, the truth is Greece just blew up the Empire's Death Star of debt. There's nothing left to negotiate except the official admission that the Imperial Death Star of debt, the most fearsome threat in the galaxy, has been blown to smithereens. There are three fundamental points that need to be emphasized, mostly because they've been lost in handwringing, fearmongering and the ceaseless chatter of propaganda shills. 1. Impaired debt and defaults result from imprudent underwriting and lender incompetence/ greed. Since when did it become accepted policy to reward imprudent lending, incompetence and greed?  Class...

Mehr Suizide in Griechenland wegen Sparpolitik

Die drastische Sparpolitik in Griechenland hat offenbar die Zahl von Suiziden in dem Land stark ansteigen lassen. In den Monaten nach der Verabschiedung von Sparmaßnahmen im Juni 2011 habe die Zahl der Suizide um knapp 36 Prozent zugenommen, heißt es in einer im Online-Fachmagazin "BMJ Open" veröffentlichten Studie. Für ihre Studie untersuchten Forscher aus den USA und Griechenland monatliche Suizidzahlen zwischen 1983 und Ende 2012 und verglichen sie mit tiefgreifenden wirtschaftlichen Ereignissen. Dabei berücksichtigten sie nicht nur offizielle griechische Statistiken, sondern untersuchten auch Todesfälle, die als Unfälle deklariert waren, bei denen es sich aber womöglich um Suizide gehandelt hatte. In dem drei Jahrzehnte umspannenden Zeitraum zählten die Forscher etwa 11.500 Menschen, die sich in Griechenland das Leben nahmen, mehr als 9000 davon waren Männer. Nach der Einführung des Euro im Januar 2002 sank die Zahl der Suizide deutlich, bei Männern um 27 Prozent...

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