Die Presse: Ein Albtraum in Thessaloniki-Therapie auf der nackten Erde
Eine österreichische Ärztin konnte dem Leid nicht zusehen und reiste nach Griechenland, um medizinische Hilfe anzubieten. Hier, was sie dabei alles erlebte. Karin T. ist Ärztin aus Leidenschaft. Heuer hat sie ihren Urlaub in Griechenland verbracht. Allerdings nicht, um sich von den Strapazen ihres Berufs zu erholen, sondern, um zu helfen. Sie habe nicht weiter vor dem Fernseher sitzen und dem Elend zusehen können, berichtet sie. Mit einem Auto voll mit Kleidung, Medikamenten, Verbandszeug und Lebensmitteln machte sie sich auf nach Thessaloniki. Dorthin wurden jene Flüchtlinge umgesiedelt, die zuvor im berüchtigten Lager von Idomeni auf ihre Weiterreise hofften. Die Zustände in Idomeni waren unfassbar schlecht, das hat auch Karin T. so erlebt, die dort bereits im Frühjahr medizinische Hilfe geleistet hat. Seither ist das Thema aus den Medien so gut wie verschwunden. Man dachte wohl, das Problem sei gelöst. Doch nun sei es in den von der Regierung eingerichteten Lagern ke...