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Grexit könnte Griechenland zurück in die 60er Jahre katapultieren

Langzeitarbeitslosigkeit, geschlossene Banken und der drohende Grexit. Viele Griechen sind in Panik. Zurzeit bitten fünfzigmal so viele Familien die SOS-Kinderdörfer um Hilfe als noch vor der Krise, berichtet der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland, George Protopapas, im Interview. Seit dem Wochenende hat sich die Situation verschlimmert. Was würde ein Grexit für Griechenland bedeuten? Der Grexit ist seit dem Wochenende kein fernes Szenario mehr, sondern womöglich nahende Zukunft. Das wird die soziale Not in Griechenland drastisch verschlimmern. Ich befürchte für die Familien das Schlimmste. Noch mehr Menschen werden ihre Arbeit verlieren. Ein Grexit wird meiner Meinung nach die Wirtschaft Griechenlands wieder auf den Stand der 60er Jahre katapultieren. Die staatliche Sozialhilfe wird zusammenbrechen. Es wird Massenarbeitslosigkeit geben. Ich denke, es wird ähnlich sein wie in manchen osteuropäischen Ländern in den Jahren nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. Wie...

Greek Central Bank Warns of Exit from Euro Zone

Greece's central bank has warned for the first time that the country could be on a "painful course" towards default and exit from the Euro zone, BBC reports.   It comes as the Greek government and its international creditors blamed each other for failing to reach a deal over economic reforms. That failure is holding up the release of EUR 7.2bn in bailout funds. About EUR 30bn was withdrawn from Greek bank deposits between October and April, the central bank added. The central bank also warned the country's economic slowdown would accelerate without a deal. "Failure to reach an agreement would... mark the beginning of a painful course that would lead initially to a Greek default and ultimately to the country's exit from the euro area and, most likely, from the European Union," the Bank of Greece said in a report.

Griechenland-Exporte kommen bei Grexit zum Erliegen

Die Wirtschaft rechnet im Falle eines Euro-Abschieds mit einem heftigen Einbruch der Nachfrage aus Griechenland. "Die deutschen Exporte nach Griechenland würden dann wohl zum Erliegen kommen - zumindest zeitweise", sagte ein Sprecher des Branchenverbandes BGA am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Drachme würde zunächst stark abwerten, was Importe aus Deutschland erheblich verteuern würde." Der Schaden halte sich aber insgesamt in Grenzen. "Die direkten Auswirkungen für die deutschen Exporteure wären für Deutschland verkraftbar", so der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). "Denn das Handelsvolumen mit Griechenland ist nicht sehr groß." Die Unternehmen hätten zudem Erfahrung im Umgang mit schwierigen Märkten und Krisen. Sie würden daran arbeiten, die Geschäftsbeziehungen zu erhalten. Das große Risiko sei, dass große Handelspartner wie Frankreich und Italien von den Turbulenzen angesteckt werden könnten. ...

Mazedonien blockt griechische Banken – ist das der Beginn?

Kurzmeldung: Mazedonien hat soeben Geldabhebungen von griechischen Banken in Mazedonien geblockt, wie der mazedonische Notenbankchef Bogov soeben bekannt gab. Griechische Banken in Mazedonien können damit keine Auslandsüberweisungen mehr tätigen. Die Massnahme sei zum Schutz der mazedonischen Banken ergriffen worden, so Bogov – für den Fall, dass es zu einem Grexit kommen sollte. Diese Massnahme könnte der Beginn von Kapitalkontrollen sein, die Länder gegen griechische Banken einführen. Mit dieser Massnahme wird ein Grexit faktisch wieder etwas wahrscheinlicher.

Reiseveranstalter verlangen von Griechen "Drachmen-Klauseln"

Internationale Reiseveranstalter verlangen von den Hoteliers in Griechenland bei neuen Vertragsabschlüssen angeblich Sonderklauseln für den Fall eines Ausscheidens des pleitebedrohten Landes aus der Eurogruppe. Wie die Zeitung "Kathimerini" am Donnerstag berichtete, wollen mehrere Tourismuskonzerne die "Drachmen-Klauseln" in die Verträge für die Reisesaison 2016 aufnehmen. Die Unternehmen wollten sich damit für den Fall absichern, dass Griechenland die gemeinsame Währung verlassen ("Grexit") und zur Drachme zurückkehren müsse. Danach sollen die griechischen Hoteliers für zusätzliche Kosten aufkommen, die den Reiseveranstaltern durch einen "Grexit" entstehen könnten. Der griechische Tourismusverband SETE riet den Hotelbesitzern dazu, die Unterzeichnung der Verträge für 2016 so lange aufzuschieben, bis die Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern abgeschlossen seien. Die Hoteliers sind jedoch auf...

Griechenland: "So kann es nicht weiter gehen"

Finanzminister Schelling ist wie seine Kollegen zunehmend genervt. In griechischen Reformvorschlägen bisher keine essenziellen Fortschritten. Ratlosigkeit, wie es weiter geht. Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) sieht "keine rein formal rechtliche" Möglichkeit eines Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone. Vor Beginn der Sitzung der Eurogruppe am Freitag im lettischen Riga kritisierte Schelling die Hinhaltetaktik Athens und meinte, "so kann es nicht weiter gehen". Es seien "keine essenziellen Fortschritte" vorhanden. Auf die Frage, was passiert, wenn bis Ende Juni - dem Auslaufen des zweiten Hilfsprogramms an Athen - keine Einigung erzielt werde, sagte Schelling": Das kann ich nicht beantworten". Also läuft es in Richtung Grexit? - Schelling: "Es gibt gar kein Ausscheiden aus dem Euro. Es gäbe nur ein Ausscheiden aus der EU und das hätte politisch eine große Tragweite und das wünscht sich niemand". Daher seien alle gef...

Time running out for Greece, warns euro commissioner

Time is running out for Greece to broker a compromise that will allow it unlock the remaining €7.2 billion in its EU-IMF bailout needed to avoid a default, the bloc’s eurozone commissioner has said. In an interview with Bloomberg news on Monday (13 April), eurozone commissioner Valdis Dombrovskis said that technical negotiations between Greece and its creditors were “ongoing..and should go until the end of April” but added “time is running out”. Eurozone finance ministers will meet in Riga at the end of next week. Dombrovskis described the meeting as ”a preliminary date” where Greece must present economic reforms and its plans to implement the conditions of what remains of the bailout programme. Despite managing to settle a €450 million repayment to the IMF last week, Alexis Tsipras’ government is facing an acute cash-flow crisis. Athens faces repayments totalling €2.4 billion this week, and a total of €16 billion over the next four months to redeem treasury bills and repay lo...

Griechenland: Staatspleite wird wahrscheinlicher

Das ist schon ein starkes Stück: Griechenland hat bereits am Freitag eine Reformliste vorgelegt, allerdings nur elektronisch – und auf griechisch. Kein Wunder, dass man in Brüssel der Athener Regierung unprofessionelles Verhalten vorwirft. Ohnehin, so heisst es aus EU-Kreisen, reichten auch die eingereichten Vorschlläge nicht aus. Blickt man auf die Renditen (=Risikoprämien) griechischer Anleihen, wird eine Pleite des Landes immer wahrscheinlicher: Credit Default Swaps (CDS) preisen nun eine Wahrscheinlichkeit einer Pleite in den nächsten fünf Jahren mit 72% ein – Anfang März waren es noch 67%. Griechische Staatsanleihen mit fünfjähriger Laufzeit, die vor einem Jahr verkauft wurden, sind inzwischen auf 68% ihres Nennwertes gefallen. Allein die Schulden, die Greichenland über Staatsanleihen aufgenommen hat, liegen bei 67,5 Milliarden Euro, 40% davon halte die EZB oder andere Notenbanken der Eurozone. Dass Ministerpräsident Tsipras erneut einen Schuldenschnitt ins Gespräch gebracht ...

Griechen präsentieren Reformvorschläge mündlich - und scheitern damit

Die Uhr tickt: Griechenland braucht dringend frisches Geld - sonst droht die Zahlungsunfähigkeit. Die von den "Institutionen" eingeforderten Reformvorschläge sind jedoch noch verbesserungswürdig; eine entsprechende Liste wurde von den Geriechen nicht vorgelegt, stattdessen wurden bloß vage Vorschläge mündlich in Brüssel vorgetragen.    Die von der griechischen Regierung in Brüssel vorgelegten Sanierungsvorschläge erachten die Geldgeber Medienberichten zufolge als unzureichend. "Die Grundlage der Vorschläge wird nicht akzeptiert, umso weniger die Einzelheiten", schrieb die griechische Zeitung "To Vima" am Sonntag. Der Sender Mega berichtete, die Gläubiger pochten auf "härtere Maßnahmen", Regierungschef Alexis Tsipras rechnete dennoch mit einer raschen Lösung. Einem Bericht des Ö1-Morgenjournal wurde die viel zitierte "Liste" mit Reformvorschlägen gar nicht vorgelegt: Stattdessen haben Verteter der griechischen Regierung in Brüssel i...

Drei Viertel lehnen Entschädigung Griechenlands ab

Mehr als drei Viertel der Deutschen sprechen sich einer Umfrage zufolge gegen Entschädigungszahlungen an Griechenland für Verbrechen der Nationalsozialisten aus. 78 Prozent der Befragten sind gegen Reparationen, 15 Prozent befürworten diese. Das geht aus dem ZDF-„Politbarometer“ hervor. Der Rest ist in der Frage unentschlossen. Im Zweiten Weltkrieg hatte die SS schlimme Massaker auch in Griechenland verübt, zum Beispiel im Juni 1944 im Ort Distomo. Im einzigen Entschädigungsabkommen mit Griechenland wurde vor 55 Jahren eine Zahlung von 115 Millionen Mark vereinbart. Forderungen nach weiteren Leistungen weist die Bundesregierung zurück. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland bezeichnen der Umfrage zufolge ein Drittel als gut und fast zwei Drittel als schlecht. Lediglich ein Fünftel erwartet, dass sich das Verhältnis bessern wird. Zugleich sprachen sich nur noch 45 Prozent für den Austritt Griechenlands aus der Eurozone aus. Vor zwei Wochen lagen die „Grexit“-...

Zoltan Gyevai: Tsipras Might Break Greek Status Quo on the Macedonian Name Issue

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Zoltan Gyevai, analyst for the Bruxinfo site that follows European Union developments, believes that the likely election victory by far left politician Alexis Tsipras in the early elections in Greece might help break the deadlock over the name issue. Gyevai told MIA correspondent in Brussels that while European Union leaders are deeply worried about the rise of Tsipras and his SYRIZA coalition, it might be a bit of good news for Greek ­ Macedonian relations, given that Tsipras is one of the few Greek politicians who has never taken part in the creation or the worsening of the name issue. "Tsipras seems like a man who wants to break out of status quo situations. At a European level, on the issue whether Greece should remain in the Eurozone, there is much fear of Tsipras, because many believe he will be against maintaining the status quo in this area", Gyevai told MIA.

Athen schuldet Euro-Staaten 313 Mrd. Euro

Rechnet man die privaten Gläuiger hinzu, hat Athen Verbindlichkeiten in Höhe von 372 Mrd. -  Die Brüssel Denkfabrik "Centre for European Policy Studies" hat den griechischen Schuldenberg unter die Lupe genommen. Athen schuldet den anderen Mitgliedern der Eurozone rund 313 Mrd. Euro. Inklusive privater Gläubiger summiert sich der Betrag auf 372 Mrd. Euro. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der renommierten Brüssel Denkfabrik Centre for European Policy Studies (CEPS). Die Ökonomen erwarten, dass bei einem Griechen-Exit ("Grexit") die Hälfte der Forderungen ausfallen könnten. " Viele Beobachter rechnen mit einer Abwertung einer `neuen Drachme` von 50 Prozent. Nachdem dies die Kapazität für Kreditrückzahlungen des privaten und öffentlichen Sektors um die Hälfte reduziert, kann man ebenfalls mit einer Verlustrate von der Hälfte rechnen ", geben die Studienautoren Cinzia Alcidi, Alessandro Giovannini und Daniel Gros zu Bedenken. Von den 3...

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