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Professor in Griechenland ließ sich nach Tarif schmieren

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Ein Professor in Thessaloniki, der 2010 wegen Bestechlichkeit angezeigt und vom Dienst suspendiert worden war, wurde am Montag endgültig auf die Straße gesetzt. Trotz einer rechtskräftigen Verurteilung zu 18 Monaten Haft will er vor Gericht auf Wiedereinstellung klagen. Er argumentiert dabei nicht etwa, dass er zu Unrecht seinen Hut nehmen musste, sondern, dass er finanziell nicht über die Runden komme, seit er auf sein Professorengehalt verzichten muss. Apart war auch die Methode, mit der er von seinen Studenten an der Universität von Nordgriechenland Schmiergelder für bessere Noten verlangte. Der Professor hatte nach Presseberichten eine richtiggehende Preisliste für seine Leistungen, wonach die Studenten je nach gewünschter Note zwischen 250 und 400 Euro zahlen mussten. Mit sich handeln ließ der Professor, den seine Kollegen angeblich den „Krämer“ nannten, nicht. Er flog 2010 auf, als eine Studentin ihn anschwärzte – allerdings nachdem sie mit der gekauften Note ihren Abschlu...

Griechenland: Die Magie der Steuerhinterziehung

Ist in Griechenland die Steuerhinterziehung eine Äußerung gesellschaftlichen Vertrauens? In der von dem Anthropologen bei einem “primitiven” Volksstamm durchgeführten lokalen Untersuchung (field work) gibt es immer den kritischen “Punkt Null” – den Punkt, ab dem der Stamm aufhört, Dich als Fremden anzusehen und Dich fortan als “einen von ihnen” betrachtet. Die Weise, auf die der Anthropologe wahrnimmt, an diesem begehrten Punkt angelangt zu sein, unterscheidet sich natürlich von Stamm zu Stamm. Bei manchen zeigt sich dies, wenn sie Dir einen Spitznamen anhängen und Dich mit diesem zu rufen beginnen (z. B. “Sohn der aus der Ferne kommenden weißen Stute“). Bei anderen, wenn die Omas Dir gestatten, an dem Klatsch vor dem Feuer teilzunehmen. Bei Stämmen des Amazonas wiederum äußert sich die Akzeptanz, wenn sie Dir erlauben, an den Überfällen gegen benachbarte Stämme teilzunehmen, um deren Frauen zu stehlen usw. etc. Willkommen, Fremder, Du bist nun einer von uns!

Bestechungsskandale ziehen in Griechenland weitere Kreise

Die Affären um Millionen-Schmiergelder von Rüstungskonzernen ziehen in Griechenland immer weitere Kreise. Bei ihren Ermittlungen stößt die Justiz nach Aussage eines Mitarbeiters fast täglich auf neue Fakten und Beweise über Schmiergelder in zweistelliger Millionenhöhe. Unternehmen aus Deutschland und anderen Staaten sollen sie an griechische Funktionäre für Rüstungslieferungen gezahlt haben. «Wir werden alles klären, bis ins letzte Detail», sagte ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft in Athen der dpa. Bislang wurden sieben hohe Funktionäre und Unternehmer festgenommen.

Behörde: Griechen haben 54 Milliarden Euro ins Ausland geschafft

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Reiche Griechen haben nach Ausbruch der schweren Finanzkrise 54 Milliarden Euro auf Konten ins Ausland überwiesen. Foto: Bundesbank/ArchivFoto: dpa Reiche Griechen haben nach Ausbruch der schweren Finanzkrise in ihrem Land 54 Milliarden Euro auf Konten ins Ausland überwiesen. Das sagte der Chef der griechischen Steuerfahndung (SDOE), Stelios Stasinopoulos, dem Transparenzausschuss des griechischen Parlaments. Athen  – Ein großer Teil dieser Gelder sei in Griechenland nicht versteuert gewesen. Die Inhaber der Konten würden nun "der eine nach dem anderen" aufgefordert, die entsprechenden Strafen zu zahlen, zitierte der staatliche Rundfunk den Chef der Steuerfahndung. Die Höhe der nicht versteuerten Gelder liege bei etwa 22 Milliarden Euro, hieß es.

Griechenland: Ex-Minister Liapis soll Steuern hinterzogen haben

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 Der ehemalige ND-Minister Michalis Liapis soll Kommunalsteuern für ein Ferienhaus in Mittelgriechenland hinterzogen haben. Um das zu erreichen soll er die Größe des Gebäudes falsch angegeben haben. Wegen anderer Verstöße gegen das Gesetz hatte er bereits vier Jahre Haftstrafe auf Bewährung bekommen.   Die Medienberichte über das Verhalten des ehemaligen Ministers Michalis Liapis reißen nicht ab. Nachdem die Presse aufgedeckt hat, dass sein Ferienhaus durch EU-Fördermittel als Ferienanlage renoviert worden ist – doch vermutlich niemals als solche benutzt wurde – konnte nun auch aufgedeckt werden, dass er für das gleiche Haus Kommunalabgaben hinterzogen hat.  Verheimlichte Quadratmeter Die zuständige Gemeinde von Karpenissi hat auf eigener Faust und nach Veröffentlichung zahlreicher Medienberichte beschlossen die angegebene Quadratmeterzahl des Ferienhauses mit der tatsächlichen Größe des Gebäudes zu vergleichen. Fazit: das Haus ist 233,05 Quadratmeter groß....

Skandal in Griechenland - Politiker sollen private Häuser mit EU-Fördermitteln renoviert haben

In den Medien machte in den letzten Tagen immer wieder die Nachricht die Runde, dass enge Familienmitglieder von Politikern bzw. ehemaligen Regierungsmitgliedern Ferienhäuser mit EU-Mitteln renoviert haben sollen. Es handelt sich u.a. um die Tante des ehemaligen ND-Ministers Michalis Liapis. Sie hatte in den Jahren 1992 bis 1993 die Renovierung ihrer Villa im Dorf Megalo Chorio in Evrytania beantragt. Dafür soll sie 10 Millionen Drachmen erhalten haben. Die Voraussetzung dafür war, dass sie die Zimmer der Villa für mindestens fünf Jahre als Gästezimmer vermieten sollte. Ziel war es, die gesamte Region touristisch attraktiver zu gestalten. Zu diesem Zeitraum war ihr Neffe Michalis Liapis Staatssekretär im Handelsministerium. Augenzeugen bzw. Einwohner des Dorfes erklärten vor laufender Fernsehkamera, dass in dem Haus, das heute zu 50 % dem ehemaligen Minister gehört, niemals Gästezimmer angeboten wurden. Andere sagen, dass sie gar nicht wussten, dass dort Fremdenzimmer vorhanden seien....

Chef griechischer Privati­sierungs­behörde muss wegen Korruption gehen

Zum zweitenmal in kurzer Zeit muss in Griechenland nun der Verantwortliche der Regierung für die Privatisierung maroder Staatsunternehmen sein Amt niederlegen. Wegen Korruption. Der Chef der griechischen Privatisierungs-Agentur HRDAF, Stelios Stavridis soll im Privatflieger eines Konzerns geflogen sein, dem er kurz zuvor Anteile an einem staatlichen Glückspielunternehmen verkauft hatte. Bereits sein Vorgänger, Takis Athanasopoulos, war vor einigen Monaten zurückgetreten, weil er wegen Unregelmäßigkeiten als Chef eines Staatsunternehmens vom Staatsanwalt angeklagt wurde. Der griechische Finanzminister Stournaras zeigte sich hingegen zuversichtlich, dass es trotz dieser erneuten Ablösung keine Verzögerungen bei der Privatisierung geben werde. Das Privatisierungsprogramm für staatliche Unternehmen ist Teil der Auflagen der Troika aus EZB, IWF und EU für die milliardenschweren Hilfszahlungen zur Eurorettung. Griechenland führte bislang nur einen Bruchteil der zugesagten Privatisier...

Griechenland in Sachen Korruption auf Platz zwei in der EU

Die Transparency International hat verkündet, dass Griechenland im Jahr 2012 in Sachen Korruption an der Spitze der EU-Staaten liegt. Ein Fünftel der Bevölkerung des Landes habe bereits Schmiergelder bezahlt, so der Bericht. 54 Prozent der Menschen glauben sogar, dass es noch schlimmer würde.  Der Bericht besagt weiter, dass vor allem in Großbritannien die Medien als korrupteste Institution angesehen werde. 69 Prozent der Briten glauben dies. In Litauen werden aber die meisten Schmiergeldzahlungen vorgenommen. 26 Prozent der Bevölkerung gaben an, dies schon getan zu haben.  Das "Weltweite Korruptions-Barometer" berichtete weiter, dass insgesamt 107 Länder der Erde untersucht worden sind. Griechenland ist dabei noch korrupter als Staaten wie Argentinien, Jamaika oder El Salvador.

Steuerfahnder in Griechenland wegen Korruption verhaftet

In Griechenland wurden zwei Steuerfahnder wegen Korruption verhaftet, während sich inzwischen auch ihr Vorgesetzter in den Händen der Polizei befindet. Am Mittag des vergangenen Freitags (15 Februar 2013) wurden auf der Insel Lefkas zwei Beamte des Sonderdezernats für Wirtschaftsverbrechen ( SDOE ) unter der Beschuldigung der Korruption festgenommen, und Informationen zufolge befindet sich inzwischen auch ihr Vorgesetzter und Leiter des SDOE Westgriechenland mit Sitz in Patras, der ebenfalls in die Korruption verwickelt sein soll, in den Händen der Polizei. Die Polizei führte Durchsuchungen sowohl in der Wohnung aller drei Verhafteten als auch im Büro des Leiters der Dienststelle des SDOE in Patras durch. Laut Informationen begann alles, als die beiden verhafteten Beamten des SDOE sich zu einer Kontrolle in ein Unternehmen auf Lefkas begaben. Von dem 57-jährigen Händler für Agrarprodukte sollen sie Geld – und zwar den Betrag von 15.000 Euro – gefordert und erhalten haben, offe...

Ärzte in Griechenland wegen Bestechung und Steuerhinterziehung verhaftet

In Griechenland wurden erneut Ärzte wegen der Entgegennahme eines sogenannten Fakelaki – sprich passiver Bestechung – und Steuerhinterziehung verhaftet. Von der Wirtschaftspolizei und dem Dezernat für interne Angelegenheiten Nordgriechenland wurden zwei Ärzte in Athen und einer nordgriechischen Stadt wegen Steuerhinterziehung und Verletzung der Steuergesetzgebung sowie auch wegen Entgegennahme sogenannter “Fakelaki” (Plural: Fakelakia, Synonym für Umschlag mit Geld, Schmiergeld) festgenommen. Wie die griechische Polizei ( ELAS ) bekannt gab, wurde im ersten Fall am Dienstagmorgen (19 Februar 2013) ein 60-jähriger Chirurg und Arzt einer privaten Therapieeinrichtung, der auch eine Praxis in Athen betreibt, nach einer über die spezielle Rufnummer 11012 erfolgte Anzeige verhaftet, wonach er einen Patienten operiert und dafür Geld erhalten hatte, ohne jedoch eine entsprechende Quittung über den gesamten Betrag seines Honorars auszustellen. Quittung über 150 Euro für Honorar von 1...

244 Millionen Euro vermutlich an unberechtigte Bauern ausgezahlt

Der Protest der Bauern könnte sich ab der kommenden Woche verschärfen. Am Sonntag, dem 10. Februar, wollen die Gewerkschafter über weitere Protestaktionen beraten. Sie drohen damit Nationalstraßen, Häfen, Zollämter aber auch die Landesgrenzen mit ihren Traktoren und anderen Maschinen zu sperren. Sie wollen damit u. a. niedrigere Strom- und Benzinpreise durchsetzen. Vertreter der Bauern erklärten, dass sie sich durch das Sparprogramm der Regierung gerade noch über Wasser halten könnten. Unterdessen hat der Minister für Agrarentwicklung und Lebensmittel Athanasios Tsaftaris am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass an etwa 37.000 Bauern Gelder ausgezahlt wurden, die ihnen nicht zustehen. Es handelt sich insgesamt um eine Summe von 244 Millionen Euro. Es handelt sich dabei um Steuerrückzahlungen. Insgesamt seien rund 400 Millionen Euro an insgesamt 292.000 Bauern gezahlt worden. Mehr als 60 % dieser Gelder seien durch vermutlich falsche Angaben an Unberechtigte vergeb...

Korruption in Griechenland: Rechnungshof deckt illegale Zahlungen von über 140 Millionen Euro auf

Im Jahr 2010, als die Troika dem Land das erste Mal harte Sparmaßnahmen aufzwang, sparte die Regierung nicht an den Ausgaben für den öffentlichen Sektor. Von massiver Verschwendung ist die Rede. Beispielsweise allein 5.500 Euro wurden für den Kauf von Zigarren für den Entwicklungsminister ausgegeben. Als Griechenlands Regierung 2010 seinen ersten Bailout beantragte, führte dies keineswegs zu mehr Besonnenheit in der Regierung. Die ersten Sparmaßnahmen wurden von der Troika auferlegt und die Situation für einen Großteil der griechischen Bevölkerung begann sich rapide zu verschlechtern. Doch wie der aktuelle Bericht des Rechnungshofes nun zeigt, wurde bei den Ausgaben für den öffentlichen Sektor keineswegs gespart. So kommt der Rechnungshof zu dem Schluss, dass es 2010 von staatlicher Seite illegale Zahlungen in Höhe von 148 Millionen Euro gegeben hat (der spanische Premier kämpft mit ähnliche Vorwürfen – hier ). Darüber hinaus spricht der Rechnungshof von ungerechtfertigten Ans...

Greece Will Crack Down On Corruption Yet Again

Greeks have heard it before, but the government – faced with growing pressure from international lenders to go after tax cheats and end a culture of graft or face more austerity measures – is planning another of its frequent wars on corruption. A bill is set to be filed by the Justice Ministry on Jan. 21 which aims to crack down on people unlawfully acquiring wealth and squandering public resources. It comes as Transparency International has ranked Greece the most corrupt country in Europe, where bribes are common and expected for everything from getting hospital care to driver’s licenses. Justice Minister Antonis Roupakiotis said the legislation calls for harsher penalties on state officials and civil servants, but also on self-employed professionals like doctors and engineers if they are found to have income they haven’t stated. It’s a traditional practice for professionals, as well as other self-employed business owners, to do work and not give a receipt so that they can hide thei...

Ohne den "kleinen Umschlag" geht es nicht - Schmiergeld öffnet Türen in Griechenland

Griechenland ist mit Abstand das korrupteste Land der EU, belegt die jüngste Studie von Transparency International. Das pleitebedrohte Land hat die Korruption seiner öffentlichen Verwaltung nicht eindämmen können. Wer in Griechenland lebt, muss früher oder später irgendwann mal Schmiergeld zahlen. Das hat auch Frau H. aus Athen erlebt. Ihren vollständigen Namen möchte sie lieber nicht nennen. Sie stammt aus Norddeutschland, ist mit einem Griechen verheiratet und lebt seit mehr als 30 Jahren in Athen. Vor drei Jahren musste ihr Mann ins Krankenhaus - für eine Bypass-Operation am Herzen. Alles war mit dem Arzt besprochen, dachte zumindes Frau H.: der Termin, was alles ins Krankenhaus mitzubringen ist, wie lange die OP dauern wird. Aber da war noch was: "Ich konnte immer nicht verstehen, wieso der Arzt immer hinter mir hergelaufen ist. Zwei Tage später sagte er mir, ich solle doch mal ins Büro kommen. Dort sah ich einen Zettel, auf den geschrieben stand: 4.000 Euro." ...

Skandale in Griechenland auf neuem Höhepunkt

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Der Tourismus ist für die griechische Wirtschaft so etwas wie die letzte Bastion. Jetzt wird ausgerechnet das nationale Fremdenverkehrsamt von einem neuen, millionenschweren Veruntreuungsskandal erschüttert. Das bringt die fragile Regierung in Bedrängnis. Griechenland kommt nicht zur Ruhe. Gleich zwei neue Skandale suchen das Land heim. War es den griechischen Behörden schon nicht gelungen, reiche mutmaßliche Steuerhinterzieher zur Rechenschaft zu ziehen, setzt den krisengeschüttelten griechischen Politikern nun ein neuer Schlag zu. Ausgerechnet beim nationalen Tourismusamt, dem Hüter der letzten Einnahmequelle der desolaten griechischen Wirtschaft, sollen Gelder über mehrere Millionen Euro veruntreut worden sein. Im Dezember seien Rechnungsprüfer damit beauftragt worden, eine Lücke in den Büchern des Fremdenverkehrsamts zu untersuchen, berichten Regierungsvertreter. Die Überprüfung sei eingeleitet worden, weil man auf einen vermutlich betrügerischen Scheck gestoßen war. Die...

Korruptionsindex: Griechenland korruptester EU-Staat

Griechenland ist nach einer Studie der am stärksten von Korruption durchsetzte Staat in der Europäischen Union (EU). Wie die Organisation Transparency International (TI) am Mittwoch erklärte, liegt das Krisenland unter 176 geprüften Staaten weltweit auf dem 94. Platz. Deutschland landete auf Rang 13, hätte aber bei einer Lösung des Streits um die Ahndung von Abgeordnetenbestechung besser abschneiden können. Im diesjährigen Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International erhielt Griechenland nur 36 von 100 möglichen Punkten, wobei 100 für besonders niedrige Korruption im öffentlichen Sektor steht. Damit teilt es sich mit Ländern wie Kolumbien oder Indien den 94. Platz und ist das am schlechtesten bewertete EU-Land. Auch für Italien ist Korruption demnach ein deutliches Problem. Es kam mit 42 Punkten auf Platz 72 und war damit auf dem gleichen Stand wie Bosnien-Herzegowina. “In den Ländern, wo die Krise am schärfsten ist, wie in Italien und Griechenland, ist Korrupt...

Im griechischen Tourismussektor blüht die Steuerhinterziehung

In den Touristenhochburgen Griechenlands blüht in der Ferienzeit die Steuerhinterziehung. In mehr als der Hälfte (55,7 Prozent) der in den vergangenen Wochen kontrollierten Tavernen, Bars und Souvenirläden wurden die Steuerfahnder fündig.    Dies teilte die Fahndungsbehörde (SDOE) am Dienstag mit. Die Beamten überprüften zwischen dem 6. Juli und dem 19. August 4067 Firmen auf 46 Inseln und in wichtigen Tourismuszentren auf dem Festland. Insgesamt wurden 31'237 Unregelmässigkeiten festgestellt. Die Lage habe sich verschlimmert, hiess es. Im gleichen Zeitraum vergangenen Jahres hatten die Steuerfahnder in 53 Prozent der kontrollierten Geschäfte Steuerhinterziehung aufgedeckt. Zahlreiche Unternehmer gaben den Behördenangaben zufolge überhaupt keine Quittungen aus. Sie kassierten zwar die Mehrwertsteuer, steckten sie aber in die eigene Tasche.

Griechenland bekommt Renten-Missbrauch nicht in den Griff

Sozialleistungen für Tote, vorgetäuschte Blindheit: Noch immer kassieren Tausende Griechen unberechtigt Geld vom Staat. Die größte Sozialkasse verspricht nun Abhilfe. In Griechenland erschleichen sich trotz intensiver Kontrollen weiterhin viele Menschen die Zuschüsse und Renten Gestorbener. Der Chef der größten Kranken- und Rentenkasse IKA, Rovertos Spyropoulos, sprach von mehreren Zehntausend Fällen. "Wir haben trotz intensiver Kontrollen festgestellt, dass mindestens 30.000 Renten noch von Menschen mit einer Vollmacht kassiert werden", sagte er im griechischen Fernsehen. Dabei seien die meisten dieser Vollmachten mehrere Jahre alt und die Rentner mittlerweile über 85. Ab sofort müssen alle eine Vollmacht von diesem Jahr vorlegen, um die Renten zu erhalten, sagte Spyropoulos. Die Kasse widmet sich zugleich dem Missbrauch durch angeblich Blinde. Hintergrund ist, dass auf einigen Inseln überdurchschnittlich viele Blinde registriert sind. Bereits im März hatten Ko...

Griechenland: Ermittlungen wegen illegaler Parteienfinanzierung

Die griechischen Parteien verwendeten öffentliche Gelder, um damit Bankkredite zu garantieren und verschuldeten sich massiv. Dabei wurde die Parteienfinanzierung in der Krise deutlich erhöht. Besonders hohe Schulden häuften die Regierungsparteien an. Griechische Parteien sollen Kredite für ihre Finanzierung mit öffentlichen Geldern besichert haben. Wie die griechische Zeitung Kathimerini berichtet, sollen vor allem die beiden Regierungsparteien Pasok und Nea Demokratia mit Geld aus der staatlichen Parteienfinanzierung für Bankkredite garantiert haben. Sie verwendeten dabei auch Gelder aus öffentlichen Kassen als Sicherheit für die Kredite, die noch gar nicht an sie ausgezahlt waren. Die Staatsanwaltschaft hat nun schriftliche Aussagen von 50 Banken eingeholt. In den vergangenen zehn Jahren erhielten Parteien in Griechenland 550 Millionen Euro Unterstützung vom Staat. Trotz der Krise lagen die Ausgaben für die Parteienfinanzierung allein im vergangenen Jahr bei 54 Millionen Eu...

Griechenland-Postenvergabe nach Parteibuch

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Das Klientel-Karussell in Griechenland dreht sich wieder: Nach einem Regierungswechsel ist es in Athen üblich, dass die zentralen Posten in den Ministerien und Behörden neu besetzt werden. Doch diesmal gibt es Probleme. Muss die Personalfrage klären: Griechenlands Premier Antonis Samaras.Quelle: AFP Noch laboriert der neue griechische Premier Antonis Samaras an den Folgen einer schweren Augenoperation. Seine Regierungserklärung wird er deshalb wohl erst am 7. Juli abgeben. Aber schon jetzt regiert Samaras. In seiner Wohnung im Athener Villenvorort Kifissia steht er in ständiger telefonischer Verbindung mit Staatspräsident Karolos Papoulias, der ihn bei dem EU-Gipfel vertritt. Vor dem Gipfel hatte Samaras mit François Hollande, Mario Monti, Kommissionschef José Manuel Barroso und Kanzlerin Angela Merkel telefoniert.  Auch mit Personalfragen beschäftigt sich der Rekonvaleszent: Apostolos Tamvakakis, CEO der National Bank of Greece (NBG), des größten griechischen Kredit...

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